Fehlstart in Frankfurt: Werder kassiert 1:4-Klatsche – Bahoya schnürt Doppelpack
Grün-weiße Grüße, liebe Werder-Familie – doch heute mit schwerem Herzen.
Der Bundesliga-Auftakt 2025/26 ist für Werder Bremen gründlich misslungen. Vor 59.500 Zuschauern im ausverkauften Deutsche Bank Park setzte es ein deutliches 1:4 bei Eintracht Frankfurt. Während die Hessen mit Offensivpower und Effizienz glänzten, wirkte Bremen überfordert, fahrig und konnte nur kurzzeitig Hoffnung schöpfen.
Die Tore im Überblick
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1:0 Can Uzun (22.) – Nach einer Ecke von Larsson reagiert Uzun am schnellsten und bringt die Eintracht in Führung.
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2:0 Jean-Mattéo Bahoya (25.) – Nur drei Minuten später legt die SGE nach. Bahoya kommt im Strafraum frei zum Abschluss und verwandelt eiskalt.
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3:0 Jean-Mattéo Bahoya (47.) – Direkt nach dem Wiederanpfiff erhöht Frankfurt erneut. Bahoya schnürt den Doppelpack und sorgt für klare Verhältnisse.
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3:1 Justin Njinmah (48.) – Werder meldet sich zurück. Nur eine Minute später nutzt Njinmah einen Fehler der Frankfurter Defensive und erzielt den Anschluss.
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4:1 Ansgar Knauff (70.) – Mit einem trockenen Abschluss aus kurzer Distanz macht Knauff alles klar.
Erste Halbzeit: Werder kalt erwischt
Werder startete engagiert, versuchte über frühes Pressing und schnelle Außenbahnangriffe ins Spiel zu finden. In den ersten 20 Minuten gelang es, Frankfurt weitestgehend vom eigenen Tor fernzuhalten. Doch dann schlug die Eintracht eiskalt zu: Erst Uzun nach einem Standard, dann Bahoya nach schnellem Kombinationsspiel. Zwei Gegentore in drei Minuten – und Werder war aus dem Konzept.
Offensiv blieb Bremen in der ersten Hälfte zu harmlos. Schmid und Grüll bemühten sich, Njinmah suchte die Tiefe, doch echte Chancen blieben Mangelware. Frankfurt dagegen nutzte die eigene Effizienz, um schon zur Pause klare Zeichen zu setzen.
Zweite Halbzeit: Hoffnung und Ernüchterung
Kaum war die zweite Hälfte angepfiffen, folgte der nächste Rückschlag: Bahoya traf zum 3:0 – und Bremen schien endgültig geschlagen. Doch unmittelbar danach keimte noch einmal Hoffnung auf. Njinmah fasste sich ein Herz, setzte sich im Strafraum durch und erzielte das 3:1. Die mitgereisten Werder-Fans jubelten, es schien zumindest kurz so, als könnte das Spiel nochmal spannend werden.
Doch Frankfurt blieb konzentriert, ließ sich nicht beirren und drängte weiter nach vorn. Nach einigen Halbchancen war es schließlich Knauff, der in der 70. Minute mit dem 4:1 den Deckel draufmachte. Damit war die Partie endgültig entschieden.
Analyse: Warum Werder chancenlos blieb
Die Gründe für die Niederlage liegen auf der Hand:
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Defensive Schwächen – Bei Standards und in der Rückwärtsbewegung fehlte die Ordnung. Besonders die Gegentore in der 22. und 25. Minute waren symptomatisch: nicht konsequent verteidigt, zu langsam in den Zweikämpfen.
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Mangelnde Durchschlagskraft – Zwar zeigte Njinmah individuelle Klasse, aber insgesamt war Werder im Angriff zu ausrechenbar. Frankfurt hatte wenig Mühe, die meisten Angriffe zu neutralisieren.
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Mentaler Bruch – Die beiden schnellen Gegentore in Halbzeit eins ließen das Team verunsichert wirken. Statt einer Reaktion wurde es hektisch, die Bälle gingen zu schnell verloren.
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Frankfurts Effizienz – Die Eintracht nutzte ihre Chancen eiskalt. Fünf große Gelegenheiten führten zu vier Toren – ein Niveau, das Werder an diesem Tag nicht mitgehen konnte.
Spieler im Fokus
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Justin Njinmah: Der einzige echte Lichtblick bei Werder. Sein Treffer kurz nach der Pause zeigte Mut und Willen, leider blieb er allein auf weiter Flur.
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Jean-Mattéo Bahoya (Eintracht): Überragender Auftritt mit zwei Toren. Immer wieder gefährlich, schwer zu greifen.
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Marco Friedl: Bemühte sich als Kapitän um Stabilität, konnte die Abwehr aber nicht zusammenhalten.
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Mio Backhaus (Werder-Keeper): Hatte bei den Gegentoren kaum Chancen, wirkte aber noch nicht als sicherer Rückhalt.
Stimmen nach dem Spiel (sinngemäß aus Medienberichten)
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Horst Steffen (Werder-Trainer): „Das Ergebnis tut weh. Wir wussten, dass Frankfurt stark ist, aber wir haben es ihnen zu einfach gemacht. Jetzt gilt es, schnell zu reagieren.“
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Dino Toppmöller (Frankfurt-Coach): „Ein starker Start, wir haben unsere Qualität ausgespielt und waren in den entscheidenden Momenten da. So wollen wir weitermachen.“
Fazit: Ein Start zum Vergessen
Werder Bremen erlebt einen Albtraum-Auftakt in die neue Bundesliga-Saison. Statt eines mutigen Auftritts gab es eine deutliche Klatsche. Frankfurt war in allen Belangen überlegen – griffiger, schneller, effizienter.
Für Werder bedeutet dieses 1:4: Alarmstufe Gelb-Rot. Schon am nächsten Spieltag muss das Team ein anderes Gesicht zeigen, sonst droht früh in der Saison ein Negativlauf. Die Fans hoffen auf eine Reaktion, vor allem im heimischen Weserstadion.
Daten & Fakten
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Ergebnis: Eintracht Frankfurt – Werder Bremen 4:1 (2:0)
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Tore: Uzun (22.), Bahoya (25., 47.), Knauff (70.) – Njinmah (48.)
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Zuschauer: 59.500 (ausverkauft, Deutsche Bank Park)
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Schiedsrichter: Daniel Schlager
Schlusswort:
Ein Abend zum Vergessen – aber auch eine klare Botschaft: Wenn Werder in dieser Bundesliga-Saison bestehen will, muss sich vieles ändern. Defensive Stabilität, offensive Ideen und mehr Biss sind gefragt. Der Auftakt hat gezeigt, dass der Weg steinig wird. Doch wir wissen: Lebenslang grün-weiß – wir stehen auf, auch nach einer Klatsche.