Werder – Hoffenheim 2:0: Füllkrug zieht mit Völler gleich, Heimserie beendet

Füllkrug trifft im siebten Spiel in Folge und stellt Völlers Rekord ein, Dinkçi legt nach: Werder gewinnt 2:0 gegen Hoffenheim und ist Fünfter.

Werder – Hoffenheim 2:0: Füllkrug zieht mit Völler gleich, die Heimserie ist vorbei

Der Ablauf

Werder begann mit derselben Startelf wie beim 3:2 in Mainz. Die erste Chance hatte Ludovít Reis nach drei Minuten, nach Zusammenspiel von Mitchell Weiser und Füllkrug schoss er aus zentraler Position vorbei. Nach einer Viertelstunde setzte sich Weiser auf den Rasen und hielt sich den rechten Oberschenkel. Für ihn kam Dinkçi.

Die erste Halbzeit war offen. Füllkrug verzog in der 24. Minute knapp, ein Kopfballtor kurz darauf zählte wegen eines Foulspiels nicht. Hoffenheim kam vor allem mit Distanzschüssen von Adam Hložek und Fisnik Asllani, Hein hielt in der 38. Minute gegen Hložek. Kurz vor der Pause köpfte Hložek nach einer Flanke von Andrej Kramarić auf das Tor, Amos Pieper klärte auf der Linie.

Nach der Pause fand Werder besser ins Spiel. In der 57. Minute schlug Hein den Ball weit nach vorn, Füllkrug setzte sich gegen Kōki Machida durch und traf zum 1:0. Hoffenheim antwortete mit einem Kopfball von Asllani, der knapp am Pfosten vorbeiging. In der 82. Minute eroberte Youri Regeer den Ball vor dem Strafraum, Marco Grüll legte quer, und Dinkçi drehte den Ball ins lange Eck. Hoffenheim kam danach nur noch zu einem Volleyschuss von Asllani, der über das Tor ging.

MinuteStandWas passierte
3.0:0Reis schießt aus zentraler Position vorbei
16.0:0Dinkçi kommt für den verletzten Weiser
38.0:0Hein hält gegen Hložek
45.0:0Pieper klärt Hložeks Kopfball auf der Linie
57.1:0Füllkrug nach langem Abschlag von Hein
71.1:0Asllani köpft knapp vorbei
82.2:0Dinkçi nach Vorlage von Grüll

Kurz vor der Pause — die Rettung

Kramarić flankt, Hložek köpft aufs Tor, Pieper steht auf der Linie und klärt. Es ist die beste Hoffenheimer Chance des Tages.

57. Minute — das 1:0

Hein schlägt den Ball weit nach vorn, Füllkrug behauptet sich gegen Machida und trifft. Für Hein ist es die erste Torvorlage in der Bundesliga.

82. Minute — das 2:0

Regeer gewinnt den Ball, Grüll bleibt ruhig und legt quer, Dinkçi zieht den Ball ins lange Eck. Er war schon nach 16 Minuten für Weiser gekommen.

Die Tore

MinuteStandTorschützeVorlage
57.1:0Niclas FüllkrugKarl Hein
82.2:0Eren DinkçiMarco Grüll

Für Grüll war es die sechste Torvorlage der Saison. Damit teilt er sich die Spitze der Vorlagengeber mit Leipzigs Antonio Nusa.

Zwölfeinhalb Jahre, dann der Heimsieg

Gegen Hoffenheim hatte Werder seit April 2014 kein Bundesliga-Heimspiel mehr gewonnen. Es folgten elf Heimspiele ohne Sieg, die letzten vier gingen verloren. Diese Serie ist jetzt vorbei.

Auch die eigene Serie hält: Seit der Auftaktniederlage in Freiburg hat Werder sieben Bundesligaspiele nicht verloren, so lange wie seit dem Ende der Saison 2024/25 nicht mehr. Mit 15 Punkten nach acht Spieltagen steht die Mannschaft auf Platz fünf, punktgleich mit Leipzig auf Platz vier.

Thioune sprach danach von einem reifen Auftritt. Bis zum 1:0 sei es ein offenes Spiel gewesen, in der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft den Schlüssel gefunden.

Füllkrug: sieben Spiele, siebenmal getroffen

Mit dem 1:0 hat Füllkrug in sieben Bundesligaspielen nacheinander getroffen. Das war bei Werder bisher nur Rudi Völler gelungen, in der Saison 1982/83. Mit neun Toren nach acht Spieltagen hat zudem noch kein Bremer Spieler eine Saison begonnen. Füllkrug führt die Torjägerliste der Bundesliga weiter an, zwei Tore vor Patrik Schick.

In der Fan-Abstimmung der Bundesliga wurde er mit 57 Prozent zum Spieler des Spiels gewählt. Er selbst stellte die Mannschaft in den Vordergrund. In Stuttgart kann er den Rekord am Samstag für sich allein haben.

Zum ersten Mal ohne Gegentor

In den ersten sieben Ligaspielen hatte Werder immer mindestens ein Gegentor kassiert. Gegen Hoffenheim blieb die Mannschaft erstmals ohne. Pieper rettete kurz vor der Pause auf der Linie und gewann im Strafraum viele Kopfballduelle. Hein musste nur selten eingreifen und bereitete das 1:0 selbst vor.

Glanzvoll war der Sieg nicht. Nach den erwarteten Toren der Bundesliga lagen beide Mannschaften fast gleichauf, Werder bei 0,94, Hoffenheim bei 0,86. Werder machte aus seinen Chancen zwei Tore, Hoffenheim keines.

Sorge um Weiser

Ein Wermutstropfen blieb die frühe Verletzung von Mitchell Weiser. Er musste nach einer Viertelstunde mit Schmerzen im rechten Oberschenkel vom Platz. Er war erst vor Kurzem nach seinem Kreuzbandriss zurückgekehrt, gegen Hoffenheim stand er zum zweiten Mal in der Bundesliga-Startelf. Thioune ging nach dem Spiel von einer Muskelverletzung aus, Genaueres soll eine MRT-Untersuchung zeigen. Eine Diagnose stand zunächst aus.

Olivier Deman, wegen Sehnenproblemen am Fuß unter der Woche fraglich, stand in der Startelf und spielte bis zur 73. Minute. Für ihn und Chuki kamen Mick Schmetgens und Senne Lynen. Für Lynen war es der zweite Bundesliga-Einsatz der Saison.

Hoffenheim: viel Aufwand, kein Tor

Christian Ilzer hatte nach dem Pokal-Aus in Kiel sechs Spieler ausgetauscht. Der 18-jährige Natnael Abraha gab sein Bundesliga-Debüt, Oliver Baumann bestritt sein 400. Bundesligaspiel für Hoffenheim. Die TSG hatte in der ersten Halbzeit die gefährlicheren Szenen, traf aber nicht. Beide Gegentore fielen nach der Pause, wie schon so oft in dieser Saison: 13 der 16 Hoffenheimer Gegentore kamen in der zweiten Halbzeit.

Ilzer sprach von einem 50:50-Spiel, seiner Mannschaft habe der letzte Prozentteil gefehlt. Hoffenheim bleibt bei neun Punkten und steht auf Platz zwölf. Am Donnerstag geht es für die TSG in der Europa League bei Crystal Palace weiter.

Wer gespielt hat

PositionWerder Bremen
TorKarl Hein
AbwehrArthur, Amos Pieper, Marco Friedl, Olivier Deman
MittelfeldLudovít Reis, Youri Regeer, Chuki
AngriffMitchell Weiser, Marco Grüll, Niclas Füllkrug
EingewechseltEren Dinkçi für Weiser (16.), Mick Schmetgens für Deman (73.), Senne Lynen für Chuki (73.), Oskar Wójcik für Füllkrug (90.+1), Dariusz Stalmach für Reis (90.+1)
Gelbe KartenFriedl (60.), Arthur (90.+2), Regeer (90.+2)

Die Tabelle

PlatzVereinSpieleTorePunkte
1.FC Bayern München827:818
2.Borussia Dortmund814:618
3.SC Freiburg818:1016
4.RB Leipzig822:1115
5.SV Werder Bremen817:1415
6.Bayer 04 Leverkusen818:1613
7.SV 07 Elversberg816:1613

Werder klettert vom sechsten auf den fünften Platz, der Vorsprung auf Platz sechs beträgt zwei Punkte.

Die Bilanz gegen Hoffenheim, fortgeschrieben

DatumBegegnungErgebnisHalbzeit
29.09.2024Hoffenheim – Werder3:43:3
16.02.2025Werder – Hoffenheim1:31:2
27.01.2026Werder – Hoffenheim0:20:1
09.05.2026Hoffenheim – Werder1:01:0
31.10.2026Werder – Hoffenheim2:00:0

Nach drei Niederlagen in Folge ist es der erste Bremer Sieg gegen Hoffenheim seit dem 4:3 in Sinsheim im September 2024.

Wie es weitergeht

Am Samstag spielt Werder in Stuttgart. Der VfB gewann am Wochenende 4:2 in Leverkusen. Danach folgt die Länderspielpause.

  1. Samstag, 7. November, 18:30 Uhr — VfB Stuttgart gegen Werder. Füllkrugs Chance auf den alleinigen Rekord.
  2. Sonntag, 22. November, 17:30 Uhr — Werder gegen Hamburger SV.
  3. Freitag, 27. November, 20:30 Uhr — Werder gegen Borussia Mönchengladbach.

Häufige Fragen

Wie ist Werder gegen Hoffenheim ausgegangen?

Werder hat mit 2:0 gewonnen. Zur Pause stand es 0:0.

Wer hat die Tore geschossen?

Niclas Füllkrug in der 57. Minute nach Vorlage von Karl Hein und Eren Dinkçi in der 82. Minute nach Vorlage von Marco Grüll.

Hat Füllkrug den Völler-Rekord eingestellt?

Ja. Füllkrug hat in sieben Bundesligaspielen nacheinander getroffen, so wie Rudi Völler in der Saison 1982/83. Trifft er auch in Stuttgart, hat er den Rekord allein.

Wann hat Werder zuletzt zu Hause gegen Hoffenheim gewonnen?

In der Bundesliga zuvor im April 2014. Dazwischen lagen elf Heimspiele ohne Sieg.

Wie viele Zuschauer waren im Stadion?

39.807.

Was ist mit Mitchell Weiser?

Er musste nach einer Viertelstunde mit Schmerzen im rechten Oberschenkel ausgewechselt werden. Thioune vermutete eine Muskelverletzung, eine MRT-Untersuchung soll Klarheit bringen.

Wann spielt Werder wieder?

Am Samstag, 7. November, um 18:30 Uhr beim VfB Stuttgart.

Vor dem Spiel: Werder Bremen – TSG Hoffenheim: Vorbericht zum 8. Spieltag